Dienstleistungen von Fotografen

Der Beruf des Fotografen ist heute vielschichtiger denn je. Die technischen Möglichkeiten und damit verbundenen Herausforderungen sind größer geworden. Die Palette der Leistungen hat sich erheblich erweitert. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Einkommen von Fotografen. Sie haben wesentlich mehr Einnahmequellen.

Die klassischen Auftragsbereiche

Die Auftragsfotografie ist noch immer der Zweig, in dem in der Fotografie das meiste Geld verdient wird. Je breiter Anbieter aufgestellt sind, umso weniger sind sie von einer Art der Fotografie abhängig. Nur von Passbildern und Familienfotos kann heute niemand mehr leben. Es braucht Auftraggeber aus dem Unternehmensumfeld und Privatkunden, die für Veranstaltungen einen Fotografen buchen. Mit Bildern von Hochzeiten und Fotos für Werbebroschüren lässt sich am meisten Geld verdienen. Gleichzeitig liegen hier auch die größten Investitionskosten.

Berechnung von Fotografen-Dienstleistungen

Professionelle Fotografen führen ein Studio wie jedes andere Geschäft. Sie müssen sich um die Kosten kümmern, Ein- und Ausgaben verzeichnen, Investitionen abschreiben und Steuern und Abgaben zahlen. Diesen Kosten werden bei der Findung der Preise, die für bestimmte Leistungen verlangt werden, berücksichtigt. In den meisten Fällen ist der Zeitaufwand die Grundlage. Ein Stundenlohn kann noch mit einem Faktor für besonders hohen technischen Aufwand multipliziert werden. Das ist bei der Produkt- und bei der Modefotografie der Fall.

Bei größeren Projekten werden Fotografen mit einem Festpreis entlohnt. Das kann ein Shooting für einen Modeprospekt sein oder die Vorstellung einer neuen Firmenzentrale. Hier sind oft mehrere Tage vor Ort notwendig, außerdem kommt noch die Nachbearbeitung hinzu.

Neuester Stand der Technik

Von kommerziellen Fotografen wird der neueste Stand der Technik bei der Ausrüstung erwartet. Damit Schritt zu halten, ist nicht immer einfach. Die großen Kamerahersteller bringen stetig neue Modelle auf den Markt. Die Entwicklung bei Fotochips und Speichermedien geht rasant voran: Was man heute kauft, ist morgen schon veraltet. Dieses Rennen um die beste Technik kann für Freiberufler eine finanzielle Herausforderung darstellen.

Da es heute sehr leistungsfähige Handys mit hervorragenden Kameras gibt, fragen sich manche, wofür sie einen Fotografen brauchen. Damit hat sich das Verfassen von Angeboten geändert. Nur auf die eingesetzte Technik zu verweisen, reicht nicht aus. Stattdessen braucht es Extraleistungen, wie kurze Videos, Fotobücher und Ausdrucke in Großformat auf hochwertigem Papier.

Nicht zu vergessen ist die digitale Bildbearbeitung. Retusche am Computer ist eine neue Fähigkeit, die Fotografen beherrschen müssen. Damit sind Kosten für Aus- und Weiterbildung verbunden sowie entsprechende Softwarelizenzen. Viele Kunden sehen nicht, welche Arbeit hinter einem Foto steckt, und sei es nur ein Porträt, das in einem Studio aufgenommen wurde.

Wer aber einmal ein Handybild mit einem Profifoto vergleicht, wird schnell den Unterschied in Komposition, Ausleuchtung und Detailschärfe sehen. Statt einer künstlichen Intelligenz überprüft hier ein erfahrener und ausgebildeter Mensch jedes einzelne Bild und trifft eine Auswahl. Auf diese Weise können Fotografen Leistungen anbieten, die man selbst mit einer guten Amateurausrüstung nicht erreichen kann.